Historie Weinstube Lösch

Wer in Mainz Passanten nach dem hiesigen Jakobsberg fragt,wird in der Regel Unverständnis und Achselzucken ernten.Bei der Jakobsbergstraße sieht es Ähnlich aus.Manche vermuten sie allerdings zutreffend in der Nähe des Grabens. Ist aber von der Weinstube Lösch die Rede, erfolgt in aller Regel umgehend eine kundige Auskunft mit präziser Wegbeschreibung. Was sollen denn auch Straßennamen, entscheidend ist doch letztlich, wo und wie die Mainzer Weinstuben zu finden sind.

Tatsächlich liegt das "Lösch" in der Jakobsbergstraße, jetzt nur noch eine Fußgängerzone, begrenzt von einer stark befahrenen Straße. Über Jahrhunderte führte diese Straße zum Jakobsberg, der jetzigen Zitadellenhöhe. Seit dem Mittelalter stand dort ein Benediktinerkloster, dem heiligen Jakobus geweiht. Erst im Laufe der Jahrhunderte und mit der Ausdehnung der Zitadelle ging das Kloster unter. Die auf dem Torgiebel des Kommandantenbaues zu sehende Statue zeigt ebenso wie weiterverwendete Reste ehemaliger Klosterbauten in den jetzigen Gebäuden noch die typische Jakobsmuschel.

Umittelbare Nachbarn des Lösch sind die Weinstuben Michel und Bacchus. Wenn in den Sommermonaten die Lokale ab 16:00 Uhr öffnen, sind bald alle Plätze im Freien besetzt. Ein sehr gemischtes Puplikum ist entschlossen, die Gesselligkeit bei einem oder auch mehreren Schoppen zu genießen. Wo der Bereich der einen Weinstube aufhört und der anderen beginnt lässt sich nur aus dem Aktionsbereich des Bedienungpersonals erkennen. Die gesamte Jakobsbergstraße zeigt sich als Ort einer heiteren Freiluftveranstaltung, muntere Gespräche gehen hin und her, vorübergehenden Pasanten werden Scherzworte zugerufen und diese auch umgehend quittiert.

Hier kann sich die Mainzer Lebensart entfalten, die auch Messfremde mit einbezieht und im gemütlichen Gespräch aber auch manchmal mit Typischem Schlappmaul persönliche Nähe herstellt.

Ob im Römer oder Stangenglas:Der servierte Wein kann hohen Ansprüchen genügen,denn die Kunden sind vorwiegend ausgepichte Schnudedunker.

Ein Wirtshaus muss, bitte schön, immer das gleiche Umfeld bieten, es darf sich möglichst nichts verändern. Geschieht das doch, können ganz schnell die Gäste ausbleiben.

In der Gaststube des Lösch wird die Atmosphäre von der Wandvertäfelung bestimmt. Die schönen Schnitzereien des patinierten Eichenholzes waren schon Generationen Hintergrund für gemütliche Weinstubenseligkeit. In Thekennähe beeindruckt ein in in Eiche gearbeitetes Weinmotiv. Nach der Inschrift handelt es sich bei dem Holz um Reste der im 1. Jahrhundert n. Chr. errichteten Römerbrücke, nahe der heutigen Straßenbrücke. Gegen 1900 wurden solche Überbleibsel sYstematisch geborgen un dzu den unterschiedlichsten Zwecken verwendet.

Der Ursprung dieses Wirtshauses lag in einer Schmiede. Noch um 1900 wurden hier Pferde beschlagen. Die Besitzer der Tiere konnten gern auf deren Besohlung warten. Der Schmied hatte eine Schankkonzession, in den hinteren Räumen wurde gezapft.

Mit Zunahme der Kraftwagen sank die Zahl der Pferde, die Hufschmiede war nicht mehr rentabel. Die Schankkonzession wurde ab 1907 Grundlage eines Wein- und Bierrestaurants,damals noch von Emil Horn.

Ein späterer, langjähriger Besitzer gab dem Wirtshaus seinen heute noch geläufigen Namen

 

Quelle aus :Vom Birnbaum zum Gebirg von Helmut Lehr

Hier finden Sie uns:

Weinstube Lösch
Jakobsbergstr. 9
55116 Mainz

Telefon: +49 6131 220383

E-Mail: info@weinstube-loesch.de

 

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